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Jubiläumsgespräch mit dem Verbandsvorsteher

Verbandsvorsteher Michael Scholle über 50 Jahre VHS-Zweckverband Bad Driburrg, Brakel, Nieheim, Steinheim

 

Welche Bedeutung hat das 50-jährige Bestehen des VHS-Zweckverbandes für Sie ganz persönlich?

Es ist ein Moment der Freude, eine Bestätigung langjähriger, hervorragender Arbeit, großen Engagements und Nähe zu den Menschen in unserer Region. Persönlich bedeutet es, stolz auf das Erreichte zu sein und gleichzeitig Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen.

Was hat Sie ursprünglich motiviert, die Aufgabe des Verbandsvorstehers zu übernehmen – und was motiviert Sie heute noch?

Die Bildung ist ein herausragend wichtiges Thema! Mich treibt der Wunsch an Bildungsangebote zugänglich zu machen und Brücken zwischen Menschen zu bauen sowie Chancen zu bieten. Ich habe die Ambition eine kontinuierliche Weiterentwicklung zu ermöglichen, eine große Vielfalt der Lernangebote zu bieten und die positive Wirkung auf Lebensqualität und Gesellschaft weiter zu führen.

Wie wichtig ist die Zusammenarbeit mit den vier Trägerkommunen für den VHS-Zweckverband – und wie erleben Sie diese Zusammenarbeit konkret im Alltag?

Sehr wichtig, die Trägerkommunen geben Rahmen, Ressourcen und Perspektiven vor. Im Alltag erleben wir offene Kommunikation, klare Abstimmung und gemeinsames Vorgehen bei Kursangeboten, Terminplanung und Projekten. Die Zusammenarbeit funktioniert durch regelmäßige Gremien, Austausch und gemeinsames Zieldenken hervorragend.

Was sind die größten Herausforderungen, denen sich der VHS-Zweckverband aktuell gegenübersieht – und wie gehen Sie persönlich oder als Team damit um?

Die großen Herausforderungen sind sicherlich „mit der Zeit zu gehen“ bei der Auswahl der Angebote; dazu braucht es die Fähigkeit, die zukünftigen Interessenslagen immer wieder im Blick zu behalten und sich anzupassen an sich wandelnde Lernbedarfe (digital, lebensweltbezogen). Wir reagieren mit Priorisierung, flexiblen Formaten, Kooperationen, Fortbildung des Personals und kontinuierlicher Evaluation unserer Angebote.

Wie gestalten Sie als Vorsteher die Ausrichtung und Weiterentwicklung des VHS-Zweckverbandes – welche Themen oder Schwerpunkte setzen Sie dabei bewusst?

Diese Aufgabe lege ich vertrauensvoll und vollumfänglich in die Hände des hervorragend agierenden, hochengagierten Teams vor Ort mit ihrer Leitung Frau Brigant-Loke.

Welche gesellschaftliche Rolle sollte die Volkshochschule heute und in Zukunft aus Ihrer Sicht einnehmen?

Ich sehe sie als offenes Lern- und Begegnungszentrum, das Bildungsungleichheiten abbaut, Kompetenzen stärkt und Teilhabe fördert. Sie sollte Orientierung geben, Menschen befähigen und solidarische Gemeinschaften unterstützen.

Was bedeutet Erwachsenenbildung für Sie ganz persönlich?

Ich erachte lebenslanges Lernen als sehr wichtig und als Treiber persönlicher Entwicklung, Selbstbestimmung und gesellschaftlicher Teilhabe. Es eröffnet Chancen, erweitert Perspektiven und stärkt Stabilität in einer sich wandelnden Welt.

Was würden Sie jemandem sagen, der noch nie bei der VHS war – in einem Satz?

Die VHS ist ein Ort, an dem Lernen Spaß macht, nützliche Fähigkeiten vermittelt werden und Menschen aller Altersgruppen miteinander wachsen.

Wenn Sie einen Wunsch für die nächsten 50 Jahre des VHS-Zweckverbandes frei hätten – wie würde dieser lauten?

Dass die VHS Vorbild bleibt: beharrlich qualitativ gute Bildung zugänglich macht, neue Lernformen mutig erprobt, inklusiv bleibt und sich stark vernetzt, damit jede/r die Chance hat, sich weiterzuentwickeln.