Stellung am Markt und Wettbewerbsvorteile
Der VHS-Zweckverband (VHS-ZV) ist eine von drei im Kreis Höxter ansässigen Volkshochschulen mit einem öffentlichen, kommunalen und gesetzlich verankerten Bildungsauftrag nach dem Weiterbildungsgesetz NRW. Aufgrund der sehr ländlich geprägten Region agieren die drei Volkshochschulen autark in den ihnen zugehörigen Kreisstädten. Dem VHS-ZV gehören die vier Kommen Bad Driburg, Brakel, Nieheim und Steinheim der insgesamt zehn Kreisstädte an. Er deckt damit einen Einwohnerkreis mit aktuell rund 55.000 Bürgerinnen und Bürgern im nordwestlichen Teil des Kreises Höxter ab. Im Vergleich hier die Bevölkerungsverteilung der drei Volkshochschulen im Kreis Höxter:
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Der VHS-ZV bedient insgesamt 38,4% der Bevölkerung im Kreis Höxter mit seinem Weiterbildungsangebot. Für die stark ländlich geprägte Beschaffenheit des Kreises Höxter ist die Eigenständigkeit der einzelnen Volkshochschulen von großem Vorteil, denn diese autonome Aufgliederung fördert nicht nur erheblich die Weiterbildungsversorgung der jeweiligen Kernstädte, sondern auch die jeweils Stadt angehörigen Ortschaften vor Ort. Die Zusammenarbeit in bestimmten Bereichen und die jeweiligen Netzwerke vor Ort unterstützen diese Aufteilung zusätzlich.
Im Bereich der klassischen Weiterbildung nach dem Weiterbildungsgesetz NRW gibt es zwischen den Volkshochschulen kaum Wettbewerb, da das Angebot auf einer gesetzlichen Grundlage basiert und daran ausgerichtet ist. Die örtlichen Bedingungen, wie zum Beispiel Kooperationen mit speziellen Partnern vor Ort, können das Angebot erweitern und unterscheiden. Trotzdem wählen die meisten Teilnehmenden ihre Volkshochschule hauptsächlich nach der Nähe zum Wohnort aus.
Im Bereich der Gesundheitsförderung steht der VHS-ZV in direkter Konkurrenz zu örtlichen Fitnessstudios und anderen Gesundheitseinrichtungen. Wichtig für den Erfolg sind dabei die Ausstattung, die Qualifikation der Lehrkräfte und auch die Anerkennung durch die Krankenkassen.
Drittmittelprojekte werden oft über öffentliche Ausschreibungen vergeben (zum Beispiel durch den Dachverband der Volkshochschulen (DVV), den Landesverband NRW oder die Bezirksregierung Detmold). Nur bewilligte Projekte können umgesetzt werden, wobei Auswahlverfahren über die Vergabe entscheiden. Bei Themen, die den ganzen Kreis Höxter betreffen, arbeiten die Volkshochschulen oft zusammen, um die Angebote bestmöglich für die Teilnehmenden zu nutzen.
Die Durchführung von Integrationssprachkursen ist ebenfalls ein Drittmittelbereich. Grundsätzlich gibt es bei diesen Angeboten zwischen Volkshochschulen kaum eine Konkurrenzsituation. Diese Kurse sind öffentlich gefördert und orientieren sich an festen Vorgaben und Richtlinien, sodass das Angebot gesetzlich geregelt ist. Außerdem sind die Kurse meist regional verteilt, um die Zielgruppen gut zu erreichen. Allerdings kann es bei hoher Nachfrage zu Überschneidungen oder leichter Konkurrenz kommen, wenn mehrere Volkshochschulen (sowohl im Kreisgebiet als auch in angrenden Nachbarkreisen) oder andere Bildungsträger ähnliche Kurse anbieten. Insgesamt steht bei Integrationskursen aber die flächendeckende Versorgung und die Erfüllung des Bildungsauftrags im Vordergrund, weniger der Wettbewerb.
Bei der Beschäftigung von Lehrpersonal kann durchaus Konkurrenz entstehen – besonders wenn es um qualifiziertes Lehrpersonal geht, das begrenzt verfügbar ist. Die Volkshochschulen und andere Bildungsträger vor Ort konkurrieren durchaus um die besten Lehrkräfte, vor allem wenn diese gefragte Spezialkenntnisse oder viel Erfahrung mitbringen. Auch Faktoren wie Honorarvorstellungen, Verfügbarkeit und sonstige Bedingungen spielen eine Rolle. Wenn ein Lehrbeauftragter mehrere Angebote bekommt, kann er sich für die VHS entscheiden, die bessere Konditionen oder ein attraktiveres Umfeld bietet.
Wettbewerbsvorteile
Der VHS-ZV profitiert von dem Zusammenschluss der vier Trägerkommunen als Verbund. Durch die Zusammenarbeit können die beteiligten Städte ihre Ressourcen – wie Personal, Räume und finanzielle Mittel – gemeinsam nutzen. Das ermöglicht ein vielfältigeres, hochwertigeres und effizienteres Bildungsangebot, als es jede Stadt für sich allein leisten könnte, sowie bezahlbare Kurse vor Ort. Gleichzeitig können Angebote besser aufeinander abgestimmt werden, sodass Doppelstrukturen vermieden und Bildungslücken geschlossen werden. Der Zusammenschluss als Zweckverband verbessert auch die Erreichbarkeit von Bildungsangeboten im ländlichen Raum. Bürgerinnen und Bürger profitieren von einem gemeinsamen Kursangebot. Auch spezialisierte Kurse, die nur eine begrenzte Nachfrage haben, lassen sich so wirtschaftlich durchführen, weil vier Städte Teilnehmende stellen können. Darüber hinaus stärkt dieser Vier-Städte-Bund die strategische Planung und den Austausch zwischen den Kommunen. Gemeinsam kann so schneller auf neue gesellschaftliche Herausforderungen reagiert werden – etwa im Bereich Digitalisierung, Integration oder Fachkräftesicherung. Auch über die Trägerstadtgrenzen hinweg gelingt der Zugang zu den Angeboten. Die Trägerkommune Brakel als zentrale Stadt im Kreis Höxter bietet hier einen besonderen Stellenwert in der Erreichbarkeit auch durch nicht im Verband wohnansässige Teilnehmende. Ebenso gilt dies für Steinheim in Angrenzung an den Kreis Lippe sowie Bad Driburg in Angrenzung an den Kreis Paderborn.
Um auf allen Ebenen gute Arbeit zu leisten, lässt sich der VHS-ZV regelmäßig nach dem anerkannten Qualitätsmanagementsystem „Gütesiegelverbund
Weiterbildung e.V.“ bewerten und zertifizieren. Auf diese Weise stellt der VHS-ZV sicher, dass die Arbeit von der Kursplanung über die Organisation bis zur Durchführung der Kurse an den Bedürfnissen der Teinehmenden ausgerichtet ist und sich an einheitlichen Qualitätsstandards orientiert. Ziel ist die systematische und kontinuierliche Verbesserung des Angebots und der Organisation.
Viele Netzwerk- und Kooperationspartner begrüßen die Zusammenarbeit mit dem VHS-ZV. Sie suchen oft aktiv die Kooperation, weil der VHS-ZV eine breite und vielfältige Zielgruppe erreichen und Bildungsangebote niedrigschwellig und kostengünstig zugänglich machen kann. Durch die regionale Verankerung und die guten Kontakte vor Ort ermöglicht der VHS-ZV eine effektive Vernetzung. Zudem verfügt er über das entsprechende qualifizierte, pädagogische Fachpersonal und über langjährige Erfahrung in der Erwachsenenbildung. Er bietet vielfältige Kursformate an, wodurch Netzwerk- und Kooperationspartner ihre eigenen Bildungs- und Integrationsziele besser umsetzen können.
Zusammengefasst liegen die Stärken des VHS-ZWeckverbandes in folgenden Bereichen:
• vielfältiges, hochwertiges und effizientes Bildungsangebot
• Preiskultur
• Erreichbarkeit von Bildungsangeboten / Ortsnähe
• Qualitätsstandard
• Netzwerk- und Kooperationspartner
• qualifiziertes, pädagogisches Fachpersonal und Know-how
